Praxis
Dorothee Wagner
Ärztin
 

Trigger-Stoßwellen-Therapie

Akupunktur

Chinesische Phytotherapie

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48155 Münster



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Info: Die Arztbezeichnung wurde verliehen in der Bundesrepublik Deutschland.
Für weitere Informationen siehe Ärztekammer
Westfalen-Lippe.

 
     
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  Trigger-Stosswellen-Therapie (TST)

Schon seit über 20 Jahren wird die so genannte extrakorporale Stoßwelle erfolgreich in der Medizin eingesetzt. Vor allem in der Urologie hat die Nutzung dieser nicht invasiven Technologie einen Großteil der operativen Eingriffe ersetzt und ist heute die Therapie der Wahl zur schonenden Zertrümmerung von Nierensteinen. Seit Beginn der 1990er Jahre wird die Stoßwellentherapie auch in der Orthopädie eingesetzt, so etwa zur Behandlung von Schulterverkalkungen, Tennisellbogen, Fersensporn oder Pseudoarthrosen und – seit Mitte des Jahres 2000 – auch zur schmerzfreien Triggerauflösung. Der Münchener Arzt Dr. Wolfgang Bauermeister fand heraus, dass bei Patienten durch die Stoßwellen-Behandlung nicht nur die Nieren-Steine beseitigt wurden, sondern auch deren seit langer Zeit bestehenden Rückenschmerzen.

Was sind Trigger ?

Trigger sind dauerhaft verkürzte und verdickte Muskelfasergebiete innerhalb eines Muskels. Die einzelnen Muskelfasern sind elastisch und haben die Fähigkeit, sich bis auf die Hälfte zu verkürzen bzw. zusammenzuziehen (kontrahieren), und ermöglichen so die Bewegung von Körperteilen und Organen. Im Normalfall kehren die Muskelfasern nach einer Kontraktion zu ihrer Ausgangslänge zurück. Durch Kälte, Fehlbelastungen, Überlastungen , Stress, Unfälle, Operationen u. a. kann es dazu kommen, dass einzelne Muskelabschnitte nach vollbrachter Arbeit plötzlich nicht mehr entspannen – und so dauerhaft zusammengezogen, also verkürzt bleiben. Damit einher gehen eine verringerte Durchblutung sowie eine Sauerstoffunterversorgung des Muskelgewebes, wodurch der Stoffwechsel des Muskels insgesamt beeinträchtigt wird. Durch die Verkürzung der vertriggerten Muskeln kommt es zu einem übermäßigen Zug auf die Wirbel- und Körpergelenke, wodurch Einschränkungen des Gelenkspiels, Wirbel- und Gelenkblockaden und letztendlich auch Arthrosen (Gelenkabnutzungen) entstehen können. Trigger rufen nicht nur Schmerzen und Verspannungen, sondern auch Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Taubheit, Schweregefühle und Muskelverkrampfungen hervor.


Abb. 1: Muskel mit und ohne Triggerpunkt
Quelle: Das Rückenfit-Programm, Dr. Wolfgang Bauermeister, Südwest Verlag

Welche Erkrankungen können durch Trigger verursacht sein ?

Trigger lösen einen eigentümlich dumpfen, oft in der Tiefe des Körpers empfundenen Schmerz aus, der von leicht bis sehr heftig variieren kann. Er tritt sowohl in Ruhe (sogar im Schlaf) als auch bei Bewegung auf. Dennoch gibt es für jeden Muskel, der von aktiven Triggerpunkten betroffen ist, ein bestimmtes Schmerzmuster, hier z. B. dargestellt Triggerpunkte im M. trapezius, die häufig bei Berufstätigen mit sitzender Tätigkeit anzutreffen sind:


Abb. 2: M. trapezius (X) = Triggerpunkt; flächiges Rot = Hauptzone des Übertragungsschmerzes; rote Punktierung = Nebenschmerzzone

Quelle: Handbuch der Muskel-Triggerpunkte, Travell und Simons, Verlag Urban und Fischer

Des weiteren können durch Trigger Migräne, Nacken- und Schulter-Arm-Schmerzen, Schmerzen im Brustbereich, Muskelverspannungen, Sehnenreizungen, Sehnenscheidenentzündungen, Fersensporn, Meniskus- und Gelenkbeschwerden, Funktionsbeeinträchtigungen des Schultergelenks aufgrund chronischer Überlastung, Rückenbeschwerden, Hüftbeschwerden, Ischiassyndrom sowie auch akute Schmerzzustände wie z. B. nach einem HWS-Schleudertrauma bzw. steifen Nacken nach Zugluftexposition auslösen. Das Ischiassyndrom wird häufig durch Triggerpunkte im M. gluteus minimus ausgelöst:


Abb. 3: M. gluteus minimum (X) = Triggerpunkt ; flächiges Rot = Hauptzone des Übertragungsschmerzes; rote Punktierung = Nebenschmerzzone

Quelle: Handbuch der Muskel-Triggerpunkte, Travell und Simons, Verlag Urban und Fischer

Die Schmerzen gleichen oft den Symptomen einer vorgefallenen Bandscheibe. Deshalb sollte es dem Patienten auf jedem Fall den Versuch wert sein, die Symptome mit einer intensiven Triggertherapie zu beseitigen, bevor er sich zu einer risikoreichen Bandscheibenoperation entschließt. Ein weiteres häufiges Krankheitsbild, welches durch Triggerpunkte verursacht wird, ist das Schulter-Arm-Syndrom. Patienten mit Triggerpunkten im M. infraspinatus klagen häufig: „Ich kann nicht in die Gesäßtasche greifen; ich kann den BH nicht im Rücken schließen; ich kann den Reißverschluss hinten im Kleid nicht hochziehen; ich muss den schmerzenden Arm zuerst in den Ärmel stecken, sonst komme ich nicht in den Mantel; ich kann nicht nach hinten zum Nachttisch neben meinem Bett greifen“. Tennisspieler büßen durch den Schulterschmerz an Schlagkraft ein. Des weiteren können Triggerpunkte in diesem Muskel zu Ermüdung im Schultergürtel, Griffschwäche sowie Beweglichkeitsminderung im Schultergelenk hervorrufen.


Abb. 4: M. infraspinatus (X) = Triggerpunkt; flächiges Rot = Hauptzone des Übertragungsschmerzes; rote Punktierung = Nebenschmerzzone

Quelle: Handbuch der Muskel-Triggerpunkte, Travell und Simons, Verlag Urban und Fischer



Was sind Stoßwellen ?

Stoßwellen sind mechanische Druckpulse oder Schallwellen, die sich durch eine kurze Anstiegszeit sowie durch hohe Druckwerte auszeichnen. Dadurch ist es möglich, auch tief liegende Trigger zu erreichen. Durch die mechanische Druckanwendung wird die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Triggerbereiches gesteigert. Die vertriggerten, dauerhaft verkürzten Muskelfasern entspannen und verlängern sich wieder. In aller Regel ist zunächst eine Steigerung der Beweglichkeit zu verspüren, dem die Schmerzerleichterung folgt.

Vorteile der TST

Die Trigger-Stoßwellen-Therapie ist eine schonende, risikoarme und sehr effektive Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden und kommt ohne den Einsatz von Medikamenten aus. Sie ist gut verträglich und regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Im Allgemeinen sind bei Rückenproblemen relativ wenige Behandlungen ( sechs bis zwölf ) notwendig. Die Methode ist absolut frei von Nebenwirkungen. Die TST ist eine Kausaltherapie, die mit der Beseitigung der Trigger an der Wurzel der Schmerzentstehung ansetzt – die Voraussetzung für dauerhafte Beschwerdefreiheit. Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die TST. Gesetzlich Versicherte müssen die Kosten selbst tragen.

Indikationen

- Muskelzerrung, Muskelfaserriss, Muskelkater, Muskelkrämpfe, - Muskelverletzungsprophylaxe, Muskelverspannung, Muskelverhärtung, - Widerherstellung der Muskelfunktion nach Immobilisierung - Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Adduktorenansatzprobleme, - Fussballerleiste, Achillessehnenreizungen, Tendinosen, HWS-Schleudertrauma, - Bandscheibenvorfall, Schulterschmerz bei Kalkablagerungen in der Rotatorenmanschette, Schulter-Arm-Syndrom, Kopfschmerzen, beginnende - Coxarthrose, Fersensporn, rezidivierende Kniegelenksergüsse und –schmerzen, - Beschleunigung der Rehabilitation nach Verletzungen, Frakturen und - Operationen, Hallux-Valgus-Schmerzen, Lumbalsyndrom, Ischiasbeschwerden.

Informationen zur Trigger-Stoßwellen-Therapie

Internationale Gesellschaft für Triggermedizin IGTM
Unnützstr. 17a
81825 München
Tel. ( 089 ) 44 45 87 44
Fax ( 089 ) 44 45 87 45
Internet: www.igtm.info
E-Mail: d.wagner@telemed.de

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  Trigger-Stosswellen-Therapie bei Schulterschmerz

HEIDELBERG . Bei Kalkablagerungen in der Rotatorenmanschette kann die niederenergetische Radiale Stoßwellentherapie (RSWT) in wenigen Wochen die Schmerzen lindern, berichten Heidelberger Schulterchirurgen. Ergeben hat das eine kleine Studie mit 35 Patienten. In der prospektiven Studie an der ATOS-Klinik in Heidelberg waren ein Viertel der Studienteilnehmer vier Wochen nach der Behandlung schmerzfrei, mehr als die Hälfte gab zumindest eine Schmerzlinderung an, berichten Dr. Petra Magosch und ihre Mitarbeiter (Z Orthop 141, 2003, 629). Nach einem Jahr hatten etwa 80 Prozent der Patienten keine Schmerzen mehr, 20 Prozent gaben Schmerzlinderung an. Damit verbunden war eine Funktionsverbesserung. Unerwünschte Wirkungen gab es nicht.

Technik und Dosierung bei der extrakorporalen Applikation von Stoßwellen variieren stark von Anwender zu Anwender. Unter anderem hofft man, durch Auflösung des Kalkherdes Erfolge zu erzielen, wobei hochenergetische Stoßwellen effektiver erscheinen. Ob angesichts der oft symptomlosen Verkalkungen tatsächlich ein Zusammenhang besteht, ist unklar. Magosch und ihre Mitarbeiter haben nach einem Jahr bei drei Viertel der Patienten Resorptionen des Kalkdepots radiologisch nachgewiesen, bei den anderen blieben die Depots unverändert. Sowohl der mechanische als auch der molekulare und analgetische Wirkmechanismus seien ungeklärt.

Quelle: Ärzte Zeitung 3/2004
Informationen im Internet unter www.schulterinfo.de

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  Akupunktur

Die Akupunktur ist eine Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, bei der mit dünnen Nadeln ( meist aus Stahl ) in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen wird.

Die klassischen 361 Akupunkturpunkte liegen auf Organen zugeordneten Leitbahnen, den Meridianen ( 12 symmetrisch angelegte Hauptmeridiane und 2 auf der Mittellinie ) durch die nach traditioneller Vorstellung die energetische Vitalkraft „Qi“ fließt. Die Nadelung der Punkte löst Stauungen des „Qi“ und kann „Leere“ und „Fülle“ in Yin und Yang ausgleichen und die Lebensenergie wieder harmonisch fließen lassen.

Neueren Untersuchungen zufolge ist die Akupunktur u.a. eine spezielle Form der Hautreiz- bzw. Segmenttherapie. Gefunden wurden u.a. Übereinstimmungen der Akupunkturpunkte mit aus der Schmerztherapie bekannten Triggerpunkten. Nachgewiesen sind u.a. analgetische, vegetative u. immunologische Wirkungen.

Indikationen der Akupunktur sind insbesondere Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Respirationstraktes ( Lunge ), des Magen-Darm-Traktes, Narbenschmerzen und die Allergie-Behandlung. Häufig wird die Akupunktur in Kombination mit einer Kräutertherapie angewandt.

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  Chinesische Phytotherapie

Die Chinesische Phytotherapie ist eine Kräutertherapie, wobei die Arzneimittel nah eingehender Anamnese und Diagnostik individuell zu einer Rezeptur zusammengestellt werden. Oftmals angewandt als Ergänzung zur Akupunkturbehandlung und Chinesischer Diätetik bei jeglicher Art von Erkrankung, insbesondere bei Erschöpfungssymptomen. Die Dauer der Einnahme der Arzneimittel richtet sich nach dem Beschwerdebild. Die Kosten der Arzneimittel trägt der Patient.

Darreichungsformen sind das Dekokt ( Abkochung ), Pillenform ( bei chron. Krankheiten werden die Rezepturen pulverisiert u. z. B. mit Honig u Pillen gerollt ), Pulver ( bei akuten Krankheiten ), Salben ( aus pulverisierten Kräutern ), Heilwein ( Mischung mit Alkohol ), Granulat ( Abkochung u. dann Pulverisierung zur Langzeiteinnahme ).

Chinesische Diätetik

In der Chinesichen Diätetik werden die Nahrungsmittel aufgrund ihrer energetischen Wirkungsweise wie Temperaturverhalten, Wirkort und Geschmacksverhalten aufgeteilt. Nach entsprechender ausführlicher Anamnese und Diagnostik des Krankheitsbildes werden dann bestimmte Nahrungsmittel vermehrt bzw. reduziert auf dem Speiseplan stehen.

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